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Über Kaschau

Kaschau (slowakisch: Košice), die zweitgrößte Stadt der Slowakei und Metropole ihres östlichen Landesteiles, blickt auf eine Jahrhunderte alte Vergangenheit zurück. Im 13. Jahrhundert aus der Verschmelzung einer slawischen mit einer deutschen Siedlung hervorgegangen, entwickelte sie sich im ungarischen Königreich zu einem bedeutenden wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum.

Ihre wirtschaftsgeografische Lage an diversen wichtigen Handels- routen der Zeit spielte dabei eine wichtige Rolle, ebenso aber auch das Jahrhunderte währende Neben- und Miteinander verschie- dener ethnischer Gruppen und Religionsgemeinschaften: Slowaken, Deutsche, Ungarn, Roma, Ruthenen, Juden, Katho- liken, Protestanten, Griechisch-Katholische und Weitere sorgten für eine charakteristische Prägung des städtischen Lebens, des städtischen Wirtschaftens und der städtischen Kultur. Kaschau war aufgrund ihrer multiethnischen und multikonfessionellen Kon- stellationen aber auch immer ein Spiegel der politischen Macht- verhältnisse in der Region, im Königreich und in der Monarchie.Türkenkriege, antihabsburgische Aufstände, Reformation und Gegenreformation,

innere Konflikte des ungarischen Adels und viele weitere politische Ereignisse auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene hatten im- mer auch ihre Auswirkungen auf die Bevölkerungen und Bevöl- kerungsgruppen der Stadt – und das bis weit hinein in das 20. Jahrhundert.

und nicht selten auch schicksalhafte Stadtgeschichte Kaschaus ermöglichen. 

Literaturhinweis: Weger, Tobias; Gündisch, Konrad: Kaschau/Kosice - Eine kleine Stadtgeschichte. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2013. [Kosice - A Short History]