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Obwohl die Stadt Kaschau bereits sehr früh in ihrer Entwicklung als Mitglied der wichtigsten oberungarischen Städtebünde Einfluss auf die regionale, ungarische und überregionale Politik nehmen konnte, war sie in ihrer Geschichte nie eine Metropole im eigentlichen Sinne (wie etwa Budapest oder Wien). Trotzdem finden sich in ihrer Vergangenheit diesbezügliche Attribute, die sie auf eine besondere Stufe stellten. Neben der zeitweise vorhandenen politischen Macht und der wirtschaftlichen Prosperität war das vor allem auch ihre überregionale Funktion als "Stadt der Bildung": Reformatoren, Gegenreformatoren und Aufklärer, die jesuitische Universität und die daraus später hervorgegangene Königliche Akademie mit ihren rechtswissenschaftlichen und philosophischen Fakultäten produzierten reichhaltiges Wissen und Schriftgut. Während dabei anfangs noch die lateinische Sprache vorherrschte, gewannen bald das Deutsche, Ungarische und - zunächst noch in geringerem Ausmaß - das Slowakische an Bedeutung. Dies gilt vor allem dann im 19. Jahrhundert für Autoren der Belletristik und der Volksliteratur.
Dem entsprechend bietet bereits unsere kleine Auswahl an digitalisierten Büchern einen zeitlichen wie thematischen Querschnitt: Aus dem 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhundert finden sich hier Werke aus den Bereichen der Theologie und religiösen Volksliteratur, der profanen Volksliteratur, der Belletristik und Lyrik, der Rechtswissenschaft, der Landeskunde und Landesgeschichte, der Stadtgeschichte, der Baugeschichte und der Alltagskultur.

Unsere digitale Kollektion wurde aus Originalbeständen der Öffentlichen Bibliothek "Jan Bocatius" (Kaschau), der Städtischen Wienbibliothek, der Staatsbibliothek zu Berlin und der Martin-Opitz-Bibliothek (Herne) zusammengestellt.